Montag, 17. Juni 2019

Dreizehn Gäste von J. Jefferson Farjeon

Dieses Buch habe ich von Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank.

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Dieser Krimi bietet gute Unterhaltung und das typische “whodunnit” für alle Fans des gepflegten britischen Detektivgenres. Die Zutaten sind klassisch: Eine Gruppe Menschen aus verschiedenen Gesellschaftskreisen trifft auf einem Landgut zusammen, um ein Wochenende des gepflegten Umgangs von 1936 (als der Roman von J. Jefferson Farjeon erschien) miteinander zu verbringen.

Doch die Tage scheinen von Anfang an unter keinem guten Stern zu stehen und so nehmen die rätselhaften Ereignisse ihren Lauf. Detective-Inspector Kendall ermittelt, tatkräftig unterstützt von zwei der geladenen Gäste, Leicester Pratt, Künstler, und Lionel Bultin, Journalist.

Man sollte definitiv mit der manchmal gewollt umständlichen Erzählweise damaliger Literatur vertraut sein oder sich unbedarft darauf einlassen können, um den Kriminalroman voll genießen zu können.

Sonntag, 19. Mai 2019

An den Ufern der Seine von Agnès Poirier

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank.

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Dieses über 500 Seiten starke Buch (darin inkludiert Einleitung und Anhang) braucht Durchhaltevermögen. Es ist wohl nur für sehr “parisophile” Leser zu empfehlen und solche, die sich stark für die damalige Zeit, also rund 1940-1950 und/oder für die Personen interessieren, die im Zentrum stehen. Zahlreiche Künstler, Philosophen, Schriftsteller, Autoren und viele ihrer (musikalischen) Wegbegleiter begegnen dem Leser im Verlauf dieses Romans.

“An den Ufern der Seine” ist kein Büchlein, das man eben schnell in wenigen Zügen durchlesen kann. Es ist nicht schwierig zu lesen, weil es schwierig geschrieben wäre, sondern weil so unheimlich viele Namen auf einen einprasseln und man mit der Zeit das Gefühl hat, jeder Dritte habe damals Jean geheißen. Zudem passiert mit den Personen und um die Personen herum so viel dass man auch das alles erst verdauen muss und immer wieder Pausen braucht.

Freitag, 19. April 2019

Die Farben des Feuers von Pierre Lemaitre

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Dieser Roman ließ mich sehr zwiegespalten zurück, ich musste erst einmal einige Tage darüber nachdenken und das Gelesene analysieren. Nun, da ich dies schreibe, bin ich es immer noch.

Ein auffallender Punkt: Die Inhaltsangabe weckt im Schnitt doch etwas andere Erwartungen als das Buch dann tatsächlich erfüllt, hier sollte man vorsichtig sein und sich zum Beispiel nicht zu viele geschichtliche Anteile erhoffen.

Klar, die Handlung um eine Pariser Bankenfamilie ist natürlich eingebettet in die Zeit von 1927 bis 1933, dennoch ist der Fokus relativ eng an den Hauptpersonen und ihren Problemen ausgerichtet, sodass der Leser über weite Strecken auch nur diese wahrnimmt und nicht geschichtlich zusätzlich viel Informationen bekommt.

Mittwoch, 21. November 2018

Das Geheimnis der Grays von Anne Meredith

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank!

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Dieser britische Krimi von 1934, der jetzt in einer kleinen Reihe von Klett-Cotta neu aufgelegt wurde, liest sich ein bisschen wie eine Episode von Columbo. Man weiß, es gibt eine Leiche, man weiß auch bald, wer es ist. Früh erfährt man auch wer der Mörder ist, ist bei der Tat quasi als Rückblende durch dessen Erinnerungen dabei und steckt so erstmal lange und tief in der Haut der Verbrechers.

Als Leser wird man schon früh damit konfrontiert, nachzudenken, wie man selbst in dieser Situation gehandelt hätte. Man erfährt das Motiv und weitere wesentliche Fakten. Wie beim bekannten Fernsehinspektor aus den USA beobachtet man anschließend, wie der Mörder sich verhält, als ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, nicht nur zwischen Ermittler und Täter sondern auch zwischen Ermittler und dem Rest der zur Weihnachtsfeier angereisten Familie.

Samstag, 6. Oktober 2018

Geheimnis in Weiß von J. Jefferson Farjeon

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank!

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Auch “Geheimnis in Weiß” von J. Jefferson Farjeon reiht sich nahtlos in die wunderbare kleine Reihe von neu oder wieder aufgelegten britischen Kriminalromanen aus der Zwischenkriegszeit bei Klett-Cotta ein.

Für alle die sich jetzt schon den Winter herbeisehnen, sich literarisch abkühlen wollen oder nach einem feinen Weihnachtsgeschenk suchen, eignet sich dieser Krimi wunderbar. Er erschien erstmals 1937 und spielt auch zu dieser Zeit. Ein Zug ist eingeschneit und die Passagiere, die der Leser kennenlernt, gehen ganz unterschiedlich damit um. Es sind ganz verschiedene Charaktere, die das Schicksal hier zusammenführt.

Donnerstag, 23. August 2018

Mord in Cornwall von John Bude

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank!

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Dieser liebevoll gezeichnete Krimi erschien erstmals 1935 und spielt auch um diese Zeit. Es ist wunderbar, wiederentdeckte Geschichten heute zu lesen und sich am damaligen Schreib- und Erzählstil erfreuen zu können.

Wie auch “Geheimnis in Rot” gehört dieser Briten-Krimi zur neuen Auflage bei Klett-Cotta, mit wunderbar “altmodisch” gewählten Cover und Textileinband. Ein haptisches und emotionales Lesevergnügen bietet also der Roman, der in Boscawen, einem malerischen Fischerdorf, spielt.

Wie damals üblich, stellt hier nicht nur die Polizei in Gestalt von Inspector Bigswell eine Autorität dar, sondern auch der Pfarrer Dodd und dessen Freund, Pendrill, der Arzt des Dorfes. Die beiden lieben Kriminalromane und sind zuerst wie elektrisiert als sie erfahren, dass nun tatsächlich ein Mord verübt wurde.

Samstag, 24. März 2018

Der Reisende von Ulrich Alexander Boschwitz

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Es gibt ja viele Bücher, die zu Beginn der NS-Zeit spielen und noch mehr, die währenddessen oder danach handeln. Auch Bücher von Zeitzeugen kennen wir und im Grunde sind diese immer besonders packend. Fast noch ergreifender und unmittelbarer ist dieser Roman, wohl aufgrund seiner Entstehungszeit.

Boschwitz schrieb die Erlebnisse des fiktiven Otto Silbermann nicht etwa ein paar Jahrzehnte nach der grausamen Zeit, sondern direkt damals. Er emigrierte 1935 von Berlin nach Skandinavien und schrieb, wie vermutet wird, ab 1938, mit 23 Jahren, daran. Er verarbeitete in diesem Manuskript mit Silbermann stellvertretend für alle, die nach den Pogromen verfolgt wurden, die Erfahrungen und Gefühle, die Millionen von Juden zur gleichen Zeit erdulden mussten, unverschuldet. 

Dienstag, 14. November 2017

Geheimnis in Rot von Mavis Doriel Hay

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Dieser Krimi ist kein „neues“ Werk, sondern eine Wiederauflage des Kriminalromans von Mavis Doriel Hay von 1936. Dies muss man vorab wissen, um sich vollständig auf den wunderbaren Schreib- und Erzählstil der Autorin einlassen zu können und auch gewissen Ausdrücke und Sichtweisen der  Protagonisten besser zu verstehen.

Die Hauptfiguren in diesem „Krimi-Klassiker“ sind großteils Mitglieder einer Familie, der Melburys, die einen imposanten Wohnsitz im Ort Flaxmere in der Nähe von Bristol ihr Eigen nennt. Umrahmt werden die Geschwister, ihre Angeheirateten und Kinder sowie der Herr des Hauses, Sir Osmond, von einigen Dienstboten, einem Chauffeur und Osmonds Privatsekretärin.

Montag, 30. Mai 2016

Die Sommer mit Lulu von Peter Nichols

Dieses Buch habe ich auf www.vorablesen.de gewonnen und hier schon vorgestellt.

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Auf eine moralische Botschaft oder spektakuläre Morde kann Peter Nichols hier gut verzichten. Dennoch beginnt die Geschichte rund um Lulu, Gerald, Luc, Aegina und viele andere mit zwei Toten. Ausgangspunkt der Erzählung ist die Insel Mallorca, auf der sich Gerald und Lulu kennen- und lieben lernten und Lulu ein Hotel führt.

Abgesehen davon, warum es die Toten gibt, wird zu Beginn einiges aus der Vergangenheit der Hauptpersonen angedeutet, was doch neugierig macht und den Leser hoffen lässt, im Lauf der Geschichte mehr darüber zu erfahren. Vom aktuellen Unglück an rückwärts erzählt, für Nichols den Leser durch Geralds und Lulus Leben, das ihrer Kinder, die Kindheit dieser Kinder und ihrer beiden Anfänge auf Mallorca.

Dienstag, 24. Mai 2016

Bücherzuwachs #23

Auf www.vorablesen.de gewonnen habe ich:

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Die Sommer mit Lulu von Peter Nichols

Als Lulu und Gerald sich wiederbegegnen, liegt ihre Ehe sechzig Jahre zurück. Geblieben ist nur Hass. Im Streit stürzt das einstige Liebespaar von den Klippen von Cala Marsopa. Peter Nichols’ Familiensaga schickt den Leser auf eine Reise rückwärts durch die Zeiten, auf ein betörend schönes, unentdecktes Mallorca.

Die Villa Los Roques ist ein zeitloser Ort: Seit drei Generationen zieht das kleine Strandhotel im äußersten Osten Mallorcas Bohemiens und Lebenskünstler an. Als Lulu, die Besitzerin, inzwischen über achtzig Jahre alt, eines nachmittags zufällig auf ihren ersten Ehemann Gerald trifft, kommt es zum Handgemenge, und die einstigen Liebenden ertrinken im Meer.

Sonntag, 22. Mai 2016

Die Sommer mit Lulu von Peter Nichols

Hier stelle ich meinen Eindruck vor, den ich von der Leseprobe zu diesem Buch hatte, die ich auf www.vorablesen.de gefunden habe.
Sterne: 5/5

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Inhalt: Als Lulu und Gerald sich wiederbegegnen, liegt ihre Ehe sechzig Jahre zurück. Geblieben ist nur Hass. Im Streit stürzt das einstige Liebespaar von den Klippen von Cala Marsopa. Peter Nichols’ Familiensaga schickt den Leser auf eine Reise rückwärts durch die Zeiten, auf ein betörend schönes, unentdecktes Mallorca.

Die Villa Los Roques ist ein zeitloser Ort: Seit drei Generationen zieht das kleine Strandhotel im äußersten Osten Mallorcas Bohemiens und Lebenskünstler an. Als Lulu, die Besitzerin, inzwischen über achtzig Jahre alt, eines nachmittags zufällig auf ihren ersten Ehemann Gerald trifft, kommt es zum Handgemenge, und die einstigen Liebenden ertrinken im Meer.

Dienstag, 12. April 2016

Bücherzuwachs #19

Hier noch alle die Bücher, die ich durch Goodiebags und als Rezensionsexemplare von der Leipziger Buchmesse heimgebracht habe. Wo ist nur die Lesezeit? :-)

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Holmes und ich - Die Morde von Sherringford von Brittany Cavallaro

Drei Dinge will Jamie Watson partout vermeiden, als er gegen seinen Willen auf ein Internat an der Ostküste der USA geschickt wird:

1. Dort auf die charismatische Charlotte Holmes zu treffen, Nachfahrin des legendären Sherlock, die allerorten für ihren komplizierten Charakter und ihr detektivisches Genie bekannt ist.

2. Sich in besagte Charlotte zu verlieben – natürlich unglücklich.

3. Gemeinsam mit Charlotte in einen Mordfall verwickelt zu werden.