Samstag, 14. Mai 2022

Frost von Ragnar Jonasson

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal bekommen.

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Mit “Dunkel”, “Insel” und “Nebel” kannte ich vor diesem schon drei Krimis von Ragnar Jónasson. Diese drei bilden eine Trilogie um Kommissarin Hulda Hermannsdóttir. Mir gefielen die Bände und ich war überrascht, den Namen Hulda im Zusammenhang mit “Frost” noch einmal zu lesen, da die Trilogie abgeschlossen war. So hatte ich das verstanden.

Also war ich neugierig, ob “Frost” so eine Art Hulda-4 werden könnte. Die Geschichte ist an sich in Ordnung und teilweise auch spannend, aber für mich ist sie deutlich schwächer als die Hulda-Bücher. Hulda selbst kommt vor aber nur sehr wenig.

2012 steht sie kurz vor ihrer Pensionierung und trifft auch nie auf den Protagonisten in “Frost”. Dieser ist Helgi, ein Kriminologiestudent der kurz vor seinem Abschluss steht und dessen schriftliche Arbeit sich um einen - seiner Meinung nach - ungelösten Fall von 1983 dreht.

Montag, 25. April 2022

Mörderische Witwen von Pascal Engman

Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Rezension bekommen. Vielen Dank.

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Es ist schade, dass es viele innenpolitische Probleme in Schweden gibt, aber sie bieten immer wieder gute Ansatzpunkte für Thriller. Pascal Engman ist da als ehemaliger Journalist prädestiniert dafür, den Finger in genau diese Wunden zu legen.

Er verknüpft alle Arten radikaler und religiöser Kriminalität zu einem (hoffentlich) fiktiven Plot, der zwar auch ohne die sehr kurzen Kapitel sehr fesselnd ist, die vielen knappen Abschnitte lassen einen das Buch noch schwerer aus der Hand legen.

Manche Details kann man als aufmerksamer Leser auch zwischendurch vorhersehen, wenn die Charaktere noch im Dunkeln tappen. Das Puzzle, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, ergibt sich nach und nach vor dem inneren Auge.

Dienstag, 12. April 2022

Der letzte Tod von Alex Beer

Dieses Hörbuch habe ich über das Bloggerportal bekommen.

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Gänsehaut entwickelt sich hier gerade zu Beginn sehr häufig. Nicht nur, weil der Hörer Kriminalinspektor August Emmerich und seinen Kollegen Ferdinand Winter an einen Tatort begleiten darf, sondern weil Cornelius Obonya die Geschichte so fesselnd und abwechslungsreich liest.

Gerade dann, wenn unvermittelt durch direkte Rede ein neuer Charakter seinen Auftritt hat, hört man das und findet im Hörbuch dadurch sofort heraus, dass hier nun jemand ganz anderes spricht als man das auf Papier erkennen könnte.

In “Der letzte Tod” sind wir wieder zurück in Wien, diesmal im Jahr 1922. Die Nachwehen des Krieges sind noch spürbar, für die einen körperlich, für andere seelisch und wieder für andere finanziell. Und für manche alles zusammen. Mitten in diese Misere hinein gibt es eine spezielle Leiche für Emmerich und Winter.

Sonntag, 10. April 2022

Matou von Michael Köhlmeier

Dieses Hörbuch habe ich über das Bloggerportal bekommen.

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Was für ein Epos! Als physische Ausgabe wird dieser Roman nicht so dick und ich bin sicher, hätte ich einfach “nur” das Buch gelesen wäre mir die Geschichte auch nicht so umfangreich vorgekommen. Aber als Hörbuch - ungekürzt - nimmt sich “Matou” seine Zeit und das zu recht.

Die 40,5 Stunden hört man nicht einfach so nebenbei. Michael Köhlmeier spickt die sieben Leben des Katers Matou mit viel Geschichte und einem teils sati(e)rischem und teils entwaffnend ehrlichem Seitenblick auf uns Menschen, aus Sicht eines Tieres.

Natürlich richtet sich das Buch dadurch stark an Katzenliebhaber und viele feine Details sind auch eher nur für jene zu erkennen, die selbst sehr viele Jahre mit Katzen zusammengelebt haben oder zusammenleben.

Samstag, 19. März 2022

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät von Marc Elsberg

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal bekommen.

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Schon länger hatte ich geplant, auch einmal “ein älteres Buch” von Marc Elsberg zu lesen, nachdem ich ihn vor der Pandemie bei einem kleineren Buchevent erleben durfte. Letztlich kam dann aber das neue “Der Fall des Präsidenten” dazwischen.

Das konnte mich nicht zu 100 Prozent überzeugen, aber das Interesse an Elsbergs anderen Titeln blieb und als ich von der neuen Auflage von “Blackout” erfuhr, musste ich da einfach anfragen.

Dieser Thriller ist kein Büchlein, das sich einfach so wegliest, vielmehr muss man es in kleineren Dosen verdauen. Das Thema ist so mit unserem Alltag verwoben und hochsensibel, dass man zwar keine Panik aber doch eine frische Sichtweise auf all das bekommt, das scheinbar so selbstverständlich ist.