Mittwoch, 29. März 2017

Der Mörder und das Mädchen von Sofie Sarenbrant

Dieses Buch habe ich auf www.lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.


Quelle: www.amazon.de

Um sehr viel persönliche Rache geht es in diesem Thriller, der in Stockholm spielt. Cornelia Göransson, eine Mutter, die alles tun würde, um ihre Tochter Astrid zu schützen, lebt jahrelang hinter einer perfekten Fassade mit einem Schläger zusammen. Auch psychische Gewalt ist nicht selten. Als ihr Mann kurz vor der Scheidung ermordet wird, steht sie im Zentrum der Ermittlungen. Das Motiv: Rache für die schrecklichen Jahre.
Emma Sköld ist die leitende Ermittlerin und als ihrer Schwester etwas zustößt, ist das Motiv klar: Rache. Emmas Ex-Freund will das Ende der Beziehung nämlich nicht akzeptieren. Und auch ein Mord an zwei Maklern könnte aus ähnlichen Gründen verübt worden sein. Abgesehen von Rache ist auch Mutterliebe ein starkes Gefühl in diesem Buch. Cornelia, Emma und auch ihre Schwester Josefin „leiden“ darunter in unterschiedlichen Ausprägungen. Und auch ein Vater hat zu kämpfen… 

Montag, 20. März 2017

Der letzte Überlebende von Sam Pivnik

Dieses Buch habe ich auf www.vorablesen.de für Punkte eingetauscht.


Quelle: www.vorablesen.de

Ob Details und Tatsachen nun exakt historisch belegt sind (was sie tatsächlich sind) oder nicht – daran verschwendet man beim Lesen dieser Biografie keinen Gedanken. Zu unmittelbar geschrieben steht da alles, was Szlamek Pivnik vor allen in seinen Teenagerjahren erlebt hat und erleiden musste. Sein Ghostwriter trifft die richtigen Zwischentöne, hat viel Zeit mit dem heute über 90-Jährigen verbracht. Trotz der so guten medizinischen Versorgung in Europa ist es heutzutage besonders, so alt zu werden.  Dass Pivnik es wurde ist eigentlich unfassbar.
Denn noch bevor er seine Ausbildung abschließen, eine Arbeit suchen, eine Familie gründen und in Ruhe alt werden konnte, wurden seine Heimatstadt besetzt und sein Weltbild zerstört. Niemand außer anderen Zeitzeugen kann auch nur annähernd ermessen, welche Abgründe menschlicher Grausamkeiten dieser polnische Jude in den für einen Menschen mitunter prägendsten Jahren seines Lebens sah und am eigenen Körper spürte.

Samstag, 11. März 2017

Spreewaldtod von Christiane Dieckerhoff

Dieses Buch habe ich mir auf www.vorablesen.de für Punkte ausgesucht.


Quelle: vorablesen.de
Noch stärker als im Vorgängerband „Spreewaldgrab“ betont die Autorin hier den Lokalkolorit. Die Leiche eines jungen Mannes wird aus dem Fließ gefischt. Im Spreewald herrscht Hochsommer, die Bauern ernten ihre Gurken und stellen dazu Erntehelfer aus dem Osten ein. Der Tote war einer von ihnen. Es entwickelt sich ein Krimi um Familienbande, Eitelkeiten und Geheimnisse aus der Vergangenheit.

Auch in diesem Band ermittelt wieder Klaudia Wagner, nun nicht mehr ganz „die Neue“ auf ihrer Dienststelle. Doch es ergeben sich andere Hindernisse. Ihr Kollege Thang, der in dieser Geschichte erst gegen Ende eine interessante Rolle einnimmt, fehlt ebenso wie einige andere Kollegen, weshalb Klaudia mit ihrem erklärten Erzfeind zusammengespannt wird. Der Fall entwickelt sich langsam, aber stetig und birgt neben Spannung auch zahlreiche Fettnäpfchen für alle Beteiligten. Viele vom ersten Band liebgewordene, schrullige Charaktere tauchen wieder auf, viele kommen mit den Nachwirkungen von Klaudias erstem Fall weniger gut zurecht, was viel Raum für

Donnerstag, 9. März 2017

Schlaflied von Cilla und Rolf Börjlind

Dieses Buch habe ich mir auf www.vorablesen.de für Punkte gesichert.


Quelle: vorablesen.de
Dieser sehr umfangreiche, 570+ Seiten starke Schweden-Krimi weiß wie viele seiner Art zu überzeugen. Die Autoren finden die richtige Mischung aus Spannung, Grausamkeiten, Nebenschauplätzen, Zwischenmenschlichem und berührenden Momenten. Die Geschichte um ermordete Jugendliche, die auch die Flüchtlingsproblematik in Schweden thematisiert, zieht den Leser so sehr in den Bann, dass am Ende die Einleitung schon vergessen ist. So erzeugen die letzten Sätze noch einmal einen ganz eignen Schmunzler.

Zu Beginn kommen in schneller Folge sehr viele Personen und Schauplätze vor, was ein bisschen verwirrend sein kann. Aber nach und nach kristallisiert sich heraus, was wichtig ist und wer nun mit wem wie in Verbindung steht. Wie eine für die Polizei glückliche Fügung scheint es manchmal zu sein, wenn klar wird, dass ausgerechnet die Freundin des spontan angeheuerten Exkommissar Tom Stilton ein Flüchtlingsmädchen getroffen hat, dessen Bruder

Dienstag, 7. März 2017

Cruelty von Scott Bergstrom

Dieses Buch habe ich auf www.lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.


Quelle: lovelybooks.de

Leider wirkt es, als hätte der Autor sich bezüglich des Genres nicht entscheiden können. Er mischt Jungendbuch (die Hauptfigur ist einen großen Teil der Geschichte über 17 Jahre alt) mit einem grundsätzlich nicht uninteressanten Agenten-Thriller. Zu diesem hätte jedoch eine erwachsenere Version von Gwendolyn, der 17-Jährigen, besser gepasst. So ist es doch an einigen Stellen überraschend, wie schnell sie ihre Unbefangenheit ablegt, ihre Wut auf ihren Vater überwindet und auf eigene Faust nach ihm sucht. Er ist nach einer Dienstreise nicht zurückgekehrt.
Zusätzlich dazu, dass Gwen, wie sie von ihrem Vater, der sie seit dem Tod der Mutter alleine großzieht, genannt wird, sich schnell in ihre neue Rolle einfindet, hat sie in allzu vielen Aktionen und mit einigen Entscheidungen mehr als nur Glück. Zu oft hätte sie wohl schon vor Ende des Buches sterben müssen. Da das Buch dann aber immer noch einige Seiten aufweisen kann, ahnt der Leser schon, wie es weitergeht.