Montag, 18. Juni 2018

Blue Note Girl von Bernd Richard Knospe

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Die Krimigeschehnisse rund um eine verschwundene Hamburger Sängerin werden hier von den behutsam und detailreich ausgearbeiteten Charakteren ein wenig in den Schatten gestellt.

Die Story des zum unfreiwilligen Ermittler werdenden Journalisten (Eric Teubner) der auf ehemalige Ermittler und Wegbegleiter der Sängerin trifft, ist klassisch aufgebaut, kann aber immer wieder mit Wendungen aufwarten. Teubner sticht unabsichtlich in ein überraschend großes Wespennest und die in Gang gesetzten Ereignisse reißen ihn mit und wirbeln sein Dasein kräftig durcheinander.

Die Stars sind aber die handelnden Personen und die Momente, wo im scheinbaren Plauderton während der vielen Gespräche, die Teubner gekonnt führt, viele menschliche Schichten und auch Abgründe aufgedeckt werden.

Samstag, 16. Juni 2018

Auf zerbrochenem Glas von Alexander Hartung

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Mehrdeutig ist der Titel des neuen Krimis von Alexander Hartung, der mit diesem Buch eine neue Hauptperson kreiert hat: den ebenso sturen wie fast schon schizophrenen Nik Pohl, Ermittler beim KDD München. “Auf zerbrochenem Glas” ist der Start einer Reihe um Pohl, der sich, als er beginnt, alte ungelöste Fälle näher zu beleuchten, auf gefährliches Terrain begibt.

Gut, auch wenn eigentlich klar ist, dass er sich nicht nur in die (manchmal vorher schon offensichtlich) gefährlichen Situationen hinein- sonder auch wieder hinausmanövrieren wird, sind diese doch durchaus blutig und spannend beschrieben.

Freitag, 15. Juni 2018

Die Schlingen der Schuld von Dave Warner

Dieses Buch habe ich auf lesejury.de in einer Leserunde gelesen.

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Kleine Längen und Schwächen in der Geschichte kompensiert Dave Warner in diesem Krimi mit dem toll aufgearbeiteten Setting in Australien. Umgebungsbeschreibungen, Wettereinflüsse und die Charakterisierung der Protagonisten wie auch der weniger prominenten Personen bereiten dem Leser hier besonderes Vergnügen. Damit steht das Buch auch im - nicht nur temperaturmäßigen - Kontrast zu den sehr beliebten Krimis und Thrillern aus Skandinavien oder Island.

Dan Clement, Ermittler, der freiwillig aus einer größeren Stadt in die Provinz wechselt, seine Heimatstadt, ist als Person nicht komplett frei von oft genutzten Beschreibungen, aber in Summe dennoch glaubwürdig und ein interessanter Charakter.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Madame le Commissaire und die tote Nonne von Pierre Martin

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de gewonnen.

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Passend zur Jahreszeit entführt Pierre Martin den Leser zum fünften Mal in die Provence. Im beschaulichen Städtchen Fragolin, wo die ehemalige Top-Polizistin Isabelle Bonnet das Büro der police nationale leitet, passiert ja eigentlich nie viel. Sobald es aber einen neuen Roman der Reihe gibt, kann der Leser sich sicher sein, in einen spannenden Fall gezogen zu werden.

Und wie meist setzt Isabelle alles daran, scheinbar harmlose Verbrechen oder als Unfälle getarnte Taten aufzudecken und die Gerechtigkeit siegen zu lassen. Dabei legt sie schon das eine oder andere Mal Vorschriften etwas großzügiger aus und bringt sich auch gerne Hals und Kopf selbst in Gefahr. Doch da es die Gewissheit gibt, dass sie als Hauptfigur noch länger unter uns weilt, sind auch diese Stellen mit gewissem Vergnügen zu lesen.

Dienstag, 12. Juni 2018

Lieblingsorte Paris von Stefan Ulrich

Dieses Buch wurde mir vom Insel Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

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Was gibt es Schöneres, als zur Zeit der berühmten Tennis-French Open (jährlich Ende Mai-Anfang Juni) in einem Büchlein über Paris zu schmökern? Während die Sportler die Stadt im Griff haben, flaniert man in Gedanken über den Boulevard Haussmann, spielt Pétanque auf dem Place Dauphine oder kostet sich durch die Angebote des Marché Raspail.

Was es Schöneres gibt? Natürlich selbst bei allem dabei zu sein. Ist dies aber nicht möglich, bietet “Lieblingsorte Paris” einen guten Ersatz. Paris-Kenner werden sich einiges anstreichen und für den nächsten Urlaub an der Seine vormerken, Paris-Neulinge schier erschlagen von der Fülle an Möglichkeiten.