Samstag, 10. Februar 2018

Die Eishexe von Camilla Läckberg

Dieser Schwedenkrimi ist grundsätzlich durchgehend spannend und atmosphärisch gut, wenn auch mit Fortschreiten der Ermittlungen teilweise vorhersehbar, einfach weil man als Leser wesentlich mehr Informationen bekommt als die Protagonisten. Wer viel grübelt, kommt auf einiges auch selbst drauf, man kann aber auch bewusst “den Kopf ausschalten” und sich überraschen lassen.
Die Polizei ermittelt hier in zwei Fällen, da aktuell ein vierjähriges Mädchen verschwunden ist und genau so etwas schon vor 30 Jahren im selben Ort passierte. Bald tauchen noch mehr Parallelen auf und nun wird an der Schuld zweier Teenager gezweifelt, die damals in die Sache verwickelt waren. Läuft ein Hauptschuldiger immer noch frei herum? Und warum sollte er genau jetzt wieder zugeschlagen haben?

Donnerstag, 8. Februar 2018

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen von Abbi Waxman

Dieses Buch habe ich auf buch-boutique.de für Lesemeilen bekommen.

Quelle: lovelybooks.de
Dieser Roman heißt im Original “The Garden of Small Beginnings”, was ich für den wesentlich passenderen Titel für die Geschichte halte. Es wird damit besser umschrieben, worum es wirklich geht - in der Übersetzung, wo einfach eine Redewendung umgeschrieben wurde, liest es sich “nur” wie ein kitschiger Liebesroman. Doch dieses Buch hat mehr zu bieten und kann auch allen gefallen, die sonst um seichten “Liebeskitsch” einen großen Bogen machen.
Lilian ist Mutter zweier Schulkinder und arbeitet als Illustratorin. Der Beruf lässt sich gut mit ihrem Alltag vereinen. Dieser besteht nicht nur aus den Kindern, auch ihre Schwester Rachel und Kindermädchen Leah. Doch eines fehlt: ein Mann, ein Vater. Das nicht freiwillig - Lilian ist Witwe. Das beeinflusst auch Jahre später noch ihr Leben, ihren Alltag, ihre Träume.

Dienstag, 6. Februar 2018

Das Wüten der Stille von Iris Grädler

Dieses Buch habe ich auf www.lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

Quelle: lovelybooks.de
Collin Brown, Detective Inspector im beschaulichen St. Magor in Cornwall, wird hier von seiner Schöpferin Iris Grädler zum dritten Mal mit einem ziemlich vertrackten Fall konfrontiert.
Zuerst scheint es nur einer zu sein, das Verschwinden einer Schülerin der Highschool im Nachbarort Cambrenne, doch während der Ermittlungen tauchen immer mehr Parallelen zu einem älteren Fall auf. Vor acht Jahren verschwand auch ein Mädchen, das auf die selbe Schule ging. Damals Jenifer, heute Carla. Bei Carla scheint sich zunächst niemand der involvierten Erwachsenen zu sorgen, doch durch die aktuellen Entwicklungen schöpfen Jenifers immer noch verzweifelte Eltern wieder Hoffnung. Ihre Leiche wurde nie gefunden.

Sonntag, 4. Februar 2018

Woman in Cabin 10 von Ruth Ware

Dieses Buch habe ich auf www.lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

Hier ist nichts so wie es scheint - oder zumindest wenig. An der Seite der Hauptfigur Laura (Lo), einer Reisejournalistin, begibt sich der Leser auf eine ganz besondere Kreuzfahrt. Ein Schiff, so illuster wie seine Gäste, legt zur Jungfernfahrt ab und an Bord sind neben dem Eigentümer und seiner Frau nur Investoren und Journalisten, die natürlich im besten Lichte über die Ereignisse berichten sollen.
Doch dazu kommt es nicht. Die eigentliche Arbeit tritt vor allem für Laura ab dem Moment in den Hintergrund, als sie ein Verbrechen beobachtet, vielmehr hört. Doch alles, was sie damit in Zusammenhang bringen kann, verschwindet. Wurde die Tat wirklich begangen oder ist Laura doch so labil, dass sie sich das eingebildet hat?

Freitag, 2. Februar 2018

Dominotod von Jonas Moström

Dieses Buch habe ich auf www.vorablesen.de gewonnen.

Jonas Moström hat hier einen durchdachten, klassischen Schwedenkrimi geschrieben. Auch wenn es mit der Hauptfigur Nathalie Svensson schon einen Band gibt, lässt sich das Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Auch die Andeutungen die es über ihre Vergangenheit gibt, sind gut eingeflochten und nerven nicht.

Beim aktuellen Fall soll Nathalie als Psychiaterin ein Team aus Kriminalisten (vor Ort und hinzugerufen) sowie deren Computerspezialisten unterstützen. Gemeinsam sollen sie ein Täterprofil erstellen. Dies gestaltet sich schwierig. Zwei Ärzte sind verschwunden, einer tot und bis auf den Arbeitsort und zwei gefundene Dominosteine scheint sie nichts verbunden zu haben.

Sonntag, 28. Januar 2018

In eisiger Nacht von Tony Parsons

Dieses Buch habe ich in einer Leserunde auf www.lesejury.de gelesen.

Quelle: lesejury.de
Im vierten Fall mit Detective Max Wolfe in London greift Tony Parsons wieder ein sehr aktuelles Thema auf. Von Frankreich aus werden Flüchtlinge über den Seeweg nach Großbritannien geschleust. Wolfe und seine Kollegen werden mehrmals mit den schrecklichen Auswirkungen dieses Geschäftes konfrontiert, stehen aber der schieren Größe des Netzwerks machtlos gegenüber.

Etwas machtlos fühlt sich auch der Leser, der bei vielen sinnlosen Toten und sprunghaften Handlungen und Entscheidungen der Protagonisten manchmal etwas fassungslos zurückgelassen wird und sich fragt wie realistisch manche Szenen sind. Im Gesamtkontext des Buches mag das eine oder andere verständlicher werden und in Summe ist die Handlung auch stimmig, aber Einzelheiten zwischendrin scheinen nicht so
durchdacht zu sein und wirken als würden ein paar Seiten mit genaueren Erklärungen fehlen. Möglicherweise wurde von Verlag noch etwas herausgestrichen.

Montag, 4. Dezember 2017

Rückblick: November 2017

Mit dem November bin ich also fertig, inklusiver aller Rezensionen. Es gibt Zeiten, da ist die Motivation zum Schreiben nicht so hoch, dann dauert es etwas. Manchmal aber fließen die Worte nur so dahin. Beim Lesen ist es ähnlich, aktuell habe ich eine leichte Flaute, komme nicht so recht vorwärts.

Im November gelesen:

1) Dan Brown - Origin
2) Torsten Seifert - Wer ist B.Traven?
3) Håkan Nesser - Der Fall Kallmann
4) Eleanor Brown - Die Lichter von Paris