Sonntag, 24. Februar 2019

Der Tod, den man stirbt von Arturo Pérez-Reverte

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank.

(c) hobbyrezensentin.blogspot.com
Ich schreibe selten über Cover oder einen ersten Eindruck des Buches, weil das sehr viele Leute meist lang und breit tun. Hier mache ich eine Ausnahme. “Der Tod, den man stirbt” wirkt sehr edel, das Cover beziehungsweise der Umschlag des Hardcovers ist eine Augenweide. Schlicht, doch kraftvoll. Die Farben schwarz und gold dominieren und gerade das Goldene hat einen sehr guten Bezug zum Großteil der Handlung.

Aber genug davon. Inhaltlich ist der Folgeband von “Der Preis, den man zahlt” wieder wie erwartet gut, spannend und teilweise brutal. Lorenzo Falcó, seines Zeichens spanischer James Bond zur Zeit des inneriberischen Krieges bevor dann der Zweite Weltkrieg ganz Europa umfasste, lebt im Schatten und nach dem Prinzip “Vorsicht ist besser als Nachsicht”.



Er tötet oder foltert nie zum Spaß sondern nur um Aufträge, Unternehmungen abschließen zu können. Vorzugsweise zu seinen Gunsten und denen seines Chefs.

Falcó trifft auf einige bekannte Gesichter und natürlich gibt es Andeutungen über die Handlung des Vorgängers, dennoch kann man die historischen Krimis auch unabhängig voneinander lesen und gut verstehen.

Aktuell wird er nach Marokko entsendet, wo ein Frachtschiff im Hafen Zuflucht vor der drohenden Versenkung gesucht hat. Dieser Hafen ist internationales Gebiet und steht unter dem Schutz von Briten und Franzosen. Besagtes Frachtschiff transportiert wertvolles Gut: eine große Menge Gold, spanisches Gold, das von iberischer kommunistischer Seite während des Krieges in Russland zwischengelagert werden soll, bei den verbündeten Kommunisten dort.

Doch die spanische Regierung unter Franco beansprucht die Ladung für sich und will sie sich notfalls mit Gewalt holen. Um die Lage nicht eskalieren zu lassen, soll Falcó verhandeln und eine für zumindest halb Spanien zufriedenstellende Lösung erreicht. Es entsteht eine gefährliche Pattsituation...

Allgemein punktet Arturo Pérez-Reverte wieder mit wundervoll eingeflochtenen Fakten und historisch belegten Details in seine diesmal örtlich etwas beschränktere Handlung. Dies ist ein kleiner Minuspunkt, wenn man so will. Falcó hat diesmal einen großen Auftrag zu erledigen, der einfach sehr viel Raum und Seiten einnimmt. Somit kommt die Stadt Tanger in Marokko zum Handkuss und muss fast durchgehend als Kulisse herhalten. Nicht unspannend, aber auf Dauer einfach nicht so packend wie ein häufigerer Ortswechsel das wäre.


Mehr zum Buch gibt's auf der Verlagsseite.



Zuletzt aktualisiert am 24.02.2019.

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