Wie Felix Blom ein Meister seínes Faches ist auch Alex Beer eine Meisterin ihres. Historische Begebenheiten “kriminalistisch” zu interpretieren und daraus eine fesselnde Geschichte zu formen, glückt der Autorin wie immer meisterlich.
Egal, ob Wien (Emmerich-Reihe) oder Berlin (Blom-Reihe), sie recherchiert akribisch und hat dazu ein Talent, sympathische (und andere) Figuren in die damalige Zeit zu setzen, die sich nahtlos in die Historie einfügen.
Felix Blom, ehemaliger Meisterdieb und Strafgefangener, ist nun Teil einer erfolgreichen Privatdetektei. Abgesehen davon ist auch einiges andere an ihm ungewöhnlich: Die Detektei gehört einer Frau, Mathilde Voss, die er überaus schätzt. Er setzt seine Fähigkeiten (fast) nur mehr für die gute Seite ein und überwindet, wenn nötig, seine Abneigung gegen Gefängnisse und Kommissare.
Einer jener ist Bruno Harting, der Blom ähnlicher ist, als er es je zugeben würden. Sie stehen in vielen Punkten auf der gleichen Seite und müssen dieses Mal enger zusammenarbeiten als je zuvor. Die Entwicklung dieser “Beziehung” zwischen Ex-Dieb und Gesetzeshüter, prägt diesen Krimi. Sie entwickelt eine eigene Dynamik und rückt Harting in ein anderes Licht. Es zeigt sich, dass nicht nur Voss und Blom ihr Herz am rechten Fleck haben, sondern, dass auch Harting “einer von den Guten” ist.
Abseits der zarten Männerfreundschaft, die hier entstehen könnte, dreht sich “Mord an der Spree” dieses Mal nicht um Einbrüche und Verbrechen außerhalb der Detektei. Wir lernen Mathilde Voss besser kennen und tauchen in ihre Vergangenheit ein.
Das bringt unangenehme Geheimnisse mit sich, die sich bis in die Gegenwart des Jahres 1879 ziehen. Mathilde wird von den Ereignissen eingeholt. Am Ende findet sie sich in einer ausweglosen Situation und kann nur noch auf Blom und Harting hoffen.
“Mord an der Spree” ist Teil 3 der Reihe.
- Der Häftling aus Moabit
- Der Schatten von Berlin
- Mord an der Spree
Erstmals veröffentlicht am 30.11.2025.

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