Freitag, 23. November 2018

Die Schwestern vom Ku'damm von Brigitte Riebe

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Die Stärken dieses historischen Romans liegen ganz klar in der Recherche und der Einbringung aller tatsächlichen Fakten und Begebenheiten in die fiktive Geschichte um eine Berliner Kaufhausfamilie. Krieg macht alle gleich. Wer nicht gerade durch die Rüstungsindustrie daran verdienen konnte, wurde arm, verlor das mühsam aufgebaute und musste hungern und generell um das bisschen Existenz kämpfen, das geblieben war.

Egal, wie reich oder arm, wie beliebt oder einsam jemand vorher war, 1945 erwischt es quasi alle. Nicht nur mit Bomben landet der Krieg seine Treffer, auch psychologisch wird vieles zerstört. Mittendrin verliert die angesehene Familie Thalheim beinahe alles: das Kaufhaus, Vorräte, Maschinen, Verbündete.

Mittwoch, 21. November 2018

Das Geheimnis der Grays von Anne Meredith

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank!

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Dieser britische Krimi von 1934, der jetzt in einer kleinen Reihe von Klett-Cotta neu aufgelegt wurde, liest sich ein bisschen wie eine Episode von Columbo. Man weiß, es gibt eine Leiche, man weiß auch bald, wer es ist. Früh erfährt man auch wer der Mörder ist, ist bei der Tat quasi als Rückblende durch dessen Erinnerungen dabei und steckt so erstmal lange und tief in der Haut der Verbrechers.

Als Leser wird man schon früh damit konfrontiert, nachzudenken, wie man selbst in dieser Situation gehandelt hätte. Man erfährt das Motiv und weitere wesentliche Fakten. Wie beim bekannten Fernsehinspektor aus den USA beobachtet man anschließend, wie der Mörder sich verhält, als ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, nicht nur zwischen Ermittler und Täter sondern auch zwischen Ermittler und dem Rest der zur Weihnachtsfeier angereisten Familie.

Montag, 12. November 2018

Falkenberg von Regine Seemann

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Den Schuldigen soll nicht vergeben werden, die Unschuldigen sollen niemals vergessen sein. Wir errichten Mahnmale und Gedenkstätten, verfassen Tatsachenberichte und Filmdokumentationen über bestimmte dunkle Jahrzehnte in Europas nicht allzu ferner Vergangenheit. 

Doch manchmal sind es gerade die leisen Töne, die zahlreichen fiktiven, aber dennoch sorgfältig recherchierten Geschichten, die in Krimis und anderen Büchern Einzug halten und hier genauso viel Bestürzung und Ekel auslösen können wie ein Zeitzeugenbericht.

“Falkenberg” ist so ein Beispiel. Schüler finden in Hamburg eine Leiche und die Truppe der Mordbereitschaft 5 rund um Banu Kurtoğlu und Stella Brandes nimmt ihre Arbeit auf. Der Tote war gut situiert und lebte in einer Seniorenresidenz.

Samstag, 10. November 2018

Flucht über den Brenner von Marta Donato

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Im November 2015 hat Marta Donato ihren Krimi angesiedelt und ruft damit wieder einen Teil der damaligen Ereignisse wach, die Europa fest im Griff hatten. Im dritten Band der Reihe um Antonio Fontanaro, Commissario in Verona, und Georg Breitwieser, Kommissar in Traunstein, werden die beiden in gleich mehrere mysteriöse Vorgänge verstrickt.

Und als hätte die Polizei nicht schon genug mit Raub, Mord und anderem zu tun, ist es auch noch ihre Aufgabe, die zahlreichen geschleusten Flüchtlinge zu entdecken und registrieren zu lassen. Besonders Georg hat darunter zu leiden und ahnt nicht, welche wertvolle Fracht er da eigentlich “aufgegriffen” hat, als er einige Syrer in einem italienischen Transporter entdeckt.