Donnerstag, 23. Mai 2019

Destination Dallas von Lou Berney

Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Rezension bekommen. Vielen Dank.

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Es ist eine harte Welt, die des Frank Guidry. Im New Orleans des Jahre 1963 regiert die Mafia, regieren ihre “Angestellten”, die Respekt und Annehmlichkeiten genießen, von dene die arme Bevölkerung weit entfernt ist. Guidry kommt genau aus einer solchen armen Familie. Seine schwierige Kindheit erfährt der Leser so ein bisschen zwischen den Zeilen.

Guidry ist einer, der als Teenager sein Leben selbst in die Hand nahm und Glück hatte. Er steigt in der Hierarchie höher und höher. Zu Beginn dieses Thrillers begegnet uns ein selbstsicherer “Mann für die Drecksarbeit”, der auf dem vorläufigen Höhepunkt seiner Karriere steht und alle Möglichkeiten hat.

Doch schleichend macht sich in Guidry ein anderes Gefühl breit.. will ihm jemand an den Kragen?

Sonntag, 19. Mai 2019

An den Ufern der Seine von Agnès Poirier

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank.

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Dieses über 500 Seiten starke Buch (darin inkludiert Einleitung und Anhang) braucht Durchhaltevermögen. Es ist wohl nur für sehr “parisophile” Leser zu empfehlen und solche, die sich stark für die damalige Zeit, also rund 1940-1950 und/oder für die Personen interessieren, die im Zentrum stehen. Zahlreiche Künstler, Philosophen, Schriftsteller, Autoren und viele ihrer (musikalischen) Wegbegleiter begegnen dem Leser im Verlauf dieses Romans.

“An den Ufern der Seine” ist kein Büchlein, das man eben schnell in wenigen Zügen durchlesen kann. Es ist nicht schwierig zu lesen, weil es schwierig geschrieben wäre, sondern weil so unheimlich viele Namen auf einen einprasseln und man mit der Zeit das Gefühl hat, jeder Dritte habe damals Jean geheißen. Zudem passiert mit den Personen und um die Personen herum so viel dass man auch das alles erst verdauen muss und immer wieder Pausen braucht.

Montag, 13. Mai 2019

Mord am Mandela Square von Matthias Boll

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Dieser Südafrika-Krimi ist der fünfte einer Reihe rund um den Wissenschaftler Frank Sattler. Er lässt sich aber sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, daher denke ich, dass das bei den anderen vieren aus so klappt.

Aus Frank wurde ich bis zur Hälfte des Buches nicht ganz schlau, er hilft seinem Freund, aber dann gibt es ein paar explizite Szenen die mich an seiner geistigen Verfassung etwas zweifeln ließen. Am Ende hat er dann das Herz am rechten Fleck und setzt auch seinen Verstand gewinnbringend ein. Kein klassischer Ermittler, aber er hält sich wacker. Vor allem im Zusammenspiel mit den anderen Hauptfiguren wirkt er nach und nach überzeugender und glaubwürdiger.

Auf spannende Art und Weise schafft der Autor es hier, mehrere zuerst stark unterschiedliche Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen.

Dienstag, 23. April 2019

Murder Swing von Andrew Cartmel

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank.

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Dieser britisch-humorige Musik-Krimi ist ein kunterbuntes und abwechslungsreiches Lesevergnügen. Nicht nur für Katzenbesitzer oder jene, die Katzenbesitzer und ihren Umgang mit den Vierbeinern kennen, nicht wahr? Ja genau.

Der Londoner Vinyl-Enthusiast und Klang-Fetischist, dessen Name nie genannt wird und der aus der Ego-Perspektive erzählt, ist selbsternannter Detektiv. Er spürt wertvolle Platten auf, die er hortet und gewinnbringend verkauft, wovon er teilweise mehr schlecht als recht seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Als er gar nicht damit rechnet, heuert ihn eine schöne Frau, hinter der ein Auftraggeber steckt, an, um eine bestimmte Schallplatte aufzutreiben. Ihre vorübergehende Gesellschaft und viel Geld als Belohnung winken

Sonntag, 21. April 2019

Der Patriot von Pascal Engman

Dieses Buch habe ich auf vom Verlag zur Rezension bekommen. Vielen Dank.

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Sehr flott durchgelesen habe ich diesen Schweden-Thriller. Auch wenn es zwischendurch und auch zur genaueren Einführung der Hauptpersonen kurze Stücke mit mehr “Länge” gibt, erhält sich die Geschichte durch den häufigen Schauplatzwechsel doch eine durchgehende Dynamik.

Stockholms Journalisten geraten ins Visier von Rechtsradikalen, die sie für die Offenheit des Landes gegenüber Flüchtlingen machen. Das Thema ist brandaktuell (irgendwie schon seit Jahren und leider immer noch) und gut - teilweise beklemmend - umgesetzt. Eine komplett atemlose Spannung kann das Buch nicht halten, aber das ist vielleicht auch gut so. Man kann es mal weglegen ohne Albträume zu haben (als geübter Thrillerleser), findet aber immer sehr schnell wieder hinein und liest wenn möglich gerne ein paar Dutzend Seiten am Stück.

Freitag, 19. April 2019

Die Farben des Feuers von Pierre Lemaitre

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Dieser Roman ließ mich sehr zwiegespalten zurück, ich musste erst einmal einige Tage darüber nachdenken und das Gelesene analysieren. Nun, da ich dies schreibe, bin ich es immer noch.

Ein auffallender Punkt: Die Inhaltsangabe weckt im Schnitt doch etwas andere Erwartungen als das Buch dann tatsächlich erfüllt, hier sollte man vorsichtig sein und sich zum Beispiel nicht zu viele geschichtliche Anteile erhoffen.

Klar, die Handlung um eine Pariser Bankenfamilie ist natürlich eingebettet in die Zeit von 1927 bis 1933, dennoch ist der Fokus relativ eng an den Hauptpersonen und ihren Problemen ausgerichtet, sodass der Leser über weite Strecken auch nur diese wahrnimmt und nicht geschichtlich zusätzlich viel Informationen bekommt.

Samstag, 6. April 2019

Schatten der Toten von Elisabeth Herrmann

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal bekommen.

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Ein großes Plus des Krimis/Thrillers: er lässt sich wunderbar lesen auch ohne die beiden Vorgängerbände (Zeugin der Toten, Stimme der Toten) mit Tatortreinigerin Judith Kepler gekannt zu haben. Natürlich gibt es Personen, die sie schon länger begleiten und auch kurze Anspielungen auf Dinge, die einige Monate oder ein paar Jahre vorbei sind, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass mir etwas fehlt und aus dieser Hinsicht ist dieses 669 Seiten starke Buch eine runde Sache.

Was mich weniger zufrieden stimmte, ist das Ende - angedeutet wird, dass dies der letzte Kepler-Band ist, aber die Geschichte hört eigentlich mit einem klassischen Cliffhanger auf. Meiner Meinung nach ist es einer und ich finde es mutig, das so am Ende einer Reihe stehen zu lassen.

Nun aber genug gemeckert. Wobei, eines muss ich auch noch loswerden:

Montag, 25. März 2019

Die Spur des Geldes von Peter Beck

Dieses Buch habe ich vom Autor als Rezensionsexemplar angeboten bekommen. Vielen Dank!

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Er ist ein vornamenloses Wesen, dieser Winter. Und damit ist natürlich nicht die Jahreszeit gemeint, sondern der Schweizer Tom Winter, der nur ganz selten, wenn es um Offizielles geht, seinen Vornamen angibt und auch durchweg mit Nachnamen angeredet wird, fast wie früher Schüler von ihren Lehrern.

Von einem Schüler ist Winter allerdings weit entfernt. Vielmehr ist er das Gegenteil. In Sachen Nahkampf, Spionage und Geldbetrug macht ihm so schnell niemand was vor. Winter, ehemaliger Einsatzleiter bei der Sondereinheit Enzian, arbeitet als Sicherheitschef bei einer Privatbank mit Sitz in Bern.

Bei Verbrechern macht sich der toughe Held, der in diesem Band einige sehr schwere Stunden hinnehmen muss, durch die Bank unbeliebt, aber glücklicherweise hat er

Samstag, 23. März 2019

Gieriger Zorn von Michael Wood

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank.

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Matilda Darke hat es nicht leicht. Als Leiterin einer Sondertruppe für schwere Kriminalfälle in Sheffield hat sie an allen Fronten zu kämpfen. Gegen Vorgesetzte, gegen den vorigen Leiter, gegen ihre eigenen Dämonen und gegen die drohende Abschaffung ihrer Truppe.

Da kommt ein brutaler Fall gerade zu Unzeit. In einem beschaulichen Sträßchen passiert ein grauenhaftes Verbrechen. Niemand hat etwas bemerkt und so beginnen die für die wenigen Mitglieder von Darkes Gruppe die mühsamen Ermittlungen im Umfeld der beiden Opfer.

Michael Wood konstruiert rund um diese Attacke eine Vielzahl an zusätzlichen Taten und Spuren, alte und neue Fährten für die Ermittler, so dass sie einerseits auf der Stelle treten, andererseits aber immer etwas zu tun bleibt.

Donnerstag, 21. März 2019

Der Tote im Schnitzelparadies von Joe Fischler

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Mit viel Witz und Tempo hetzt Joe Fischler seinen neuen Protagonisten, Arno Bussi, durch ein kleines Tiroler Dorf. Abseits des Falls, den Inspektor Bussi ganz alleine und ohne seine früh abhanden gekommene berufliche Kopfbedeckung lösen soll, kommen auch humorige Anspielungen auf bergdörflerische Frömmigkeit und Eigenheiten nicht zu kurz.

Dieser flotte Krimi ist über weite Strecken zurückhaltend, kann dafür aber gegen Ende mit Action und Wendungen punkten. Da dreht der Bussi auf und zeigt, dass mehr in ihm steckt als nur ein schnell verliebter, mit seinem Job hadernder Polizist. Auch mit dem Wetter ist er über weite Strecken unversöhnlich, denn es ist so gar nicht strahlend schön, wie ihm versprochen wurde.

Donnerstag, 14. März 2019

Mitternachtsmädchen von Jonas Moström

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Nach “So tödlich nah” und “Dominotod” sind Psychiaterin Nathalie Svensson und Kriminalhauptkommissar Johan Axberg wieder mit einem speziellen Fall konfrontiert. Sie sind Teil der Einheit für operative Fallanalyse in Schweden und sollen einen Mann finden, der in Uppsala mehrere Frauen attackiert hat.

Der Fall selbst, die Ermittlungen und die Lösung sind solide und durchaus glaubwürdig. Die Gruppe bezieht viele Hinweise mit ein, muss dadurch auch falschen Fährten folgen, was natürlich Zeit kostet. Somit kann kein durchgehender Spannungsbogen gehalten werden, was dem Krimi aber eine gute Portion Realismus verleiht.

Sonntag, 10. März 2019

Lago Mortale von Giulia Conti

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Dieser Piemont-Krimi kann auf mehreren Ebenen punkten: Ein wunderbares Setting (dazu sind auch die Anmerkungen der Autorin am Ende sehr interessant), abwechslungsreiche Charaktere (auch wenn ich mir beim Protagonisten noch mehr gewünscht hätte, dazu später mehr) und neben Mord kommt auch die Kulinarik nicht zu kurz.

Im Zentrum, neben dem Lago d’Orta, steht natürlich einer: Simon Strasser, von manchen Italienern (zurecht) Simone genannt, ein Deutscher aus Frankfurt, ehemaliger Kriminalreporter und nun Rückkehrer zu den Wurzeln seiner italienischen Mutter.

Wäre das nicht schon genug, gibt es zudem kleine Wirrungen mit den Frauen an Simons Seite, mit seiner aktuellen Freundin vor allem und dann gibt es noch Nicola.

Freitag, 8. März 2019

Lazarus von Lars Kepler

Dieses Buch habe ich auf lesejury.de für eine Leserunde gewonnen.

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Zum bereits siebten Mal darf Super-Ermittler und Wunder-Hirn Joona Linna die (schwedische) Menschheit vor dem Bösen retten. Jemand bisher totgeglaubtes läuft ihm in “Lazarus” über den Weg. Doch zu Beginn sind es nur Taten, die Ähnlichkeit aufweisen und merkwürdige Vorkommnisse. Ist hier also tatsächlich Joonas langjähriger “persönlicher” Freund am Werk?

“Lazarus” vereint zwei Dinge meisterlich: Grundlegende Spannung durch kurze Kapitel und regelmäßige Einsprengsel an Brutalität sowie die schon fast “Lars-Kepler-übliche” Ungenauigkeit in manchen Bereichen.

Bei dem Autorenduo gibt es zunehmend nicht mehr einfach einen bösen Gegenspieler, sondern gerne den allwissenden und übermächtigen Bösewicht.

Mittwoch, 6. März 2019

Das Land, in dem die Wörter wohnen von Clemens Sedmak

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar vom Verlag bekommen. Vielen Dank!

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“Ein Bild sagt mehr als tausend Worte”; “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold”; “Taten sagen mehr als Worte”; es gibt endlose Listen mit Redewendungen und Sprichwörtern über Worte und in manchen davon kommen sie gar nicht so gut weg.

Dass das Reden und dass die Wörter, dass unsere Sprache aber durchaus zentrale Bedeutung haben und auch so behandelt werden sollten, unterstreicht “Das Land, in dem die Wörter wohnen”.

Auch wenn dieses Buch nicht unendlich, sondern schmal und kompakt ist, hat dieses “Märchen für Erwachsene” auch etwas von der großen unendlichen Geschichte von Michael Ende. Erzählt wird diese Geschichte hier von Günther, einem jungen Buben, der mit seinen beiden Schwestern ausreitet um der Welt die Wörter wiederzubringen.

Montag, 4. März 2019

Kalter Kristall von Thomas Baum

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks für eine Leserunde gewonnen.

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Für findige Hobby-Detektive hat Thomas Baum in seinem neuen, zweiten, Roman mit dem Linzer Chefinspektor Robert Worschädl ein (wie es auf Neudeutsch heißt) “easter egg” versteckt. Einen Hinweis also, der helfen kann, das wunderbar ausgeklügelte Geflecht an Verdächtigen und Tätern, Opfern, vermeintlichen Opfern und selbstverständlich Unschuldigen schon etwas vor Ende des Krimis zu entschlüsseln.

In jedem Fall aber - ob man ihn nun entdeckt und richtig liegt oder entdeckt, aber sich nichts weiter dabei denkt oder ihn nicht entdeckt - bleibt das 349 Seiten starke Buch ein Lesegenuss. Oberösterreichische Possen oder Idiome zergehen gedanklich genauso auf der Zunge wie die des öfteren herrlich pointierten Dialoge zwischen Worschädl und seiner Kollegin Sabine Schinagl.

Samstag, 2. März 2019

Schiff oder Schornstein von Andrea Stift-Laube

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Mit einer abwechselnd romantisch verklärten und vorsichtig idealisierten Erzählung nähert sich Autorin Andrea Stift-Laube einer der aktuellen Fragen unserer Zeit: Sollten wir Menschen unser Essverhalten, unseren Fleischkonsum, nicht auch unter ethischen Gesichtspunkten beurteilen und überdenken?

Klar, das “Hauptproblem” ist der Klimawandel. Oder zumindest die wohl global ausgeprägteste Bedrohung für unseren Lebensraum. Mit Schuld daran ist auch, wie wir unsere großen Mengen Fleisch produzieren. Dazu braucht es auch im Jahrhundert der 3D-Drucker ja noch immer lebende Tiere, die gezeugt und aufgezogen werden müssen. Das verschlingt Ressourcen.

Und der Konsum steigt, in Summe gesehen.

Dienstag, 26. Februar 2019

Moses und das Schiff der Toten von Ortwin Ramadan

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Der bisher erste Fall für einen ungewöhnlichen Ermittler in einer ebenso wenig gewöhnlichen Stadt: Hauptkommissar Stefan Moses hat einen weiten Weg hinter sich, der ihn gelegentlich in seinen Träumen heimsucht. Er hatte, im Gegensatz zu vielen anderen Flüchtlingskindern aus Afrika Glück und für den Gerechtigkeitsfanatiker gab es nur einen Berufswunsch: zur Polizei zu gehen.

In seiner neuen Heimat Hamburg trifft er auch als Erwachsener immer noch auf Vorurteile und Misstrauen. Mit einer neuen Kollegin, Katja Helwig, die ebenso ihre optischen wie charakterlichen Eigenheiten hat, gibt er also ein recht interessantes berufliches Paar ab.

Moses ermittelt im Fall eines scheinbar im Meer ertrunkenen Mannes, der tot in einem Park gefunden wird.

Sonntag, 24. Februar 2019

Der Tod, den man stirbt von Arturo Pérez-Reverte

Dieses Buch habe ich vom Verlag als Rezensionsexemplar bekommen. Vielen Dank.

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Ich schreibe selten über Cover oder einen ersten Eindruck des Buches, weil das sehr viele Leute meist lang und breit tun. Hier mache ich eine Ausnahme. “Der Tod, den man stirbt” wirkt sehr edel, das Cover beziehungsweise der Umschlag des Hardcovers ist eine Augenweide. Schlicht, doch kraftvoll. Die Farben schwarz und gold dominieren und gerade das Goldene hat einen sehr guten Bezug zum Großteil der Handlung.

Aber genug davon. Inhaltlich ist der Folgeband von “Der Preis, den man zahlt” wieder wie erwartet gut, spannend und teilweise brutal. Lorenzo Falcó, seines Zeichens spanischer James Bond zur Zeit des inneriberischen Krieges bevor dann der Zweite Weltkrieg ganz Europa umfasste, lebt im Schatten und nach dem Prinzip “Vorsicht ist besser als Nachsicht”.

Freitag, 22. Februar 2019

Alfred von Alfred Komarek

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de gewonnen.

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Wohl in kaum einem anderen Stück Literatur begegnet man dieser besonderen Ausdrucksweise. Innerhalb eines Satzes wechselt Alfred Komarek hier teilweise zwischen Fantasie, Gesellschaftskritik und Märchen mit einer Prise (österreichischem) Humor.

Allgemein darf man als Landsmann oder Landsfrau auch die Austriazismen loben, mit denen man in diesen Fällen natürlich wenig Probleme haben sollte. Aber auch Leser aus Nachbarländern können meiner Meinung nach Alfred auf seiner Reise wunderbar begleiten, notfalls hilft das Internet.

Nicht nur Ausdruck und Stimmung wechseln schnell, Schauplätze, Gedanken und Personen drehen sich wie ein Karussell und reißen den Leser mit in einen Strudel voller skurriler Begegnungen und Abenteuer.

Mittwoch, 13. Februar 2019

Eisige Tage von Alex Pohl

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal bekommen.

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“Eisige Tage” ist der erste Band einer geplanten Krimireihe aus und in Leipzig. Da ich bisher erst ein Mal ganz kurz (Buchmesse) dort war, kann ich zum Setting an sich nichts sagen, wohl aber zum sehr besonderen Ermittlerduo.

Man muss erst einmal “warm werden” mit ihnen. Und das liegt nicht nur daran, dass das Buch im Winter spielt, einem der kältesten Winter von Leipzig. Dass Kommissar Milo Novic so seine Probleme mit der tiefen Temperatur hat, macht ihn für viele Leser sicher sympathisch. Er ist ansonsten aber oft eigenwillig, im Gehabe wie im Dialog und in seinen Handlungsweisen, die zugleich schleppend wie sprunghaft sein können.

In kleinen Auszügen und Gedankenrückblenden erfährt man ein wenig mehr über die Protagonisten.