Dienstag, 4. Dezember 2018

Die Opfer, die man bringt von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Dieses Hörbuch habe ich auf lovelybooks.de für eine Hörrunde gewonnen.

(c) hobbyrezensentin.blogspot.com
Für mich war dieses Buch in zweifacher Hinsicht ein erstes Mal: Der erste Krimi der Bergman-Reihe (die anderen stehen in Buchform im Regal und warten darauf gelesen zu werden) und das erste Hörbuch, das ich bewusst durchgezogen habe.

Der Schreibstil ist hier schwierig zu beurteilen, da man sich doch vor allem auf die Stimme konzentriert. Douglas Welbat spricht deutlich und angenehm, aber mit den nötigen feinen Unterschieden in der Stimme. Insgesamt hätte der Krimi aber etwas mehr Tempo vertragen. Bei längeren ruhigen Passagen driften die Gedanken sonst schnell mal ab.

Ein weiterer Faktor, der mir sonst nie bewusst war: bei Hörbüchern wäre es toll, hätte man einen beigelegten Zettel der wichtigsten Personen, um zu sehen wie man die Namen schreibt. Durchs Hören alleine ergeben sich oft mehrere Möglichkeiten.Nun aber zur Geschichte: In Uppsala geht ein Serientäter um, Frauen werden misshandelt, verfolgt, eingeschüchtert. Der Psychologe Sebastian Bergman wird von der örtlichen Behörde hinzugezogen, als sich der Fall ausweitet, kommen auch noch Vanja, Ursula, Torkel und Billy von der Reichsmordkommission hinzu. Auch für alle die die vorherigen Bände nicht kennen: die Spannungen sind greifbar, es muss etwas vorgefallen sein. Es gibt einige klärende Gespräche und Andeutungen, aber nichts, was es schwer machen würde, das aktuelle Buch zu verstehen.

Jeder hat so seine mehr oder weniger rühmliche Vergangenheit und dazu kommt die ehemals gemeinsame. Die persönlichen Probleme überlagern teilweise die aktuelle Ermittlungsarbeit etwas und bringen einige Nebenhandlungen hinein. Die Geschichte ist aber trotzdem spannend - als gedruckte Vorlage sicher noch mehr - und kann mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten. Die ganze Gruppe der Hauptpersonen ist wohl mit Absicht so aufgebaut, dass es keine absolute Lieblingsperson gibt, jeder wird schonungslos und ehrlich mit seinen Problemen dargestellt.

Mein Fazit: Ich wäre beim Buch wohl schneller gewesen, so musste ich ja gezwungenermaßen die ganzen 14,5 Stunden “aussitzen” (obwohl leicht gekürzt) und das Tempo war nicht zu ändern. Beim Lesen variiert man das ja selbst ganz automatisch je nach Spannung oder Zeitguthaben. Dennoch war es eine gute Erfahrung und nun überlege ich sogar, weitere Hörbücher zu versuchen, um einen Vergleich zwischen mehreren Sprechern zu haben.




Zuletzt aktualisiert am 04.12.2018.

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