Dienstag, 16. August 2022

City on Fire von Don Winslow

Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Rezension erhalten. Vielen Dank.

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Dank seines beruflichen Hintergrunds als Privatdetektiv und Anti-Terror-Ausbilder ist Don Winslow in der Lage, Thriller über Kriminelle sehr authentisch zu schreiben. Nicht nur das, eine der Stärken des Autors ist es auch, beim Leser Sympathie für manche seiner fiktiven Charaktere zu erzeugen.

Wir fiebern mit Danny Ryan, einem jungen Iren, der in Providence an der US-Ostküste in den 1970ern erwachsen wird. Danny stammt aus schwierigen Verhältnissen. Sein Vater ist Oberhaupt der irischen Mafia, die sich freundschaftlich alles zwischen Boston und New York mit den Italienern teilt. Ein bisschen Schusswaffen hier, ein bisschen Schutzgeld da, aber niemals Drogengeschäfte.

Danny also findet seinen Platz in der “Organisation” und stellt sich bald als einer der Klügeren heraus.

Mittwoch, 3. August 2022

Siena Carciofine und die Toten im Weinberg von Laura Fiore

Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Rezension bekommen. Vielen Dank.

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Dieser Krimi passt sehr gut in Wikipedias Definition der “Schauer- und Kriminalromane für Frauen”. Die Hauptperson Siena Carciofine, Anfang 30, ist eine moderne, leicht kuriose Person, die zufällig in Ermittlungen hineingerät.

Das Kuriose an ihr sind ihre Gedankenwelt und ihr Faible für die Farbe gelb. Sie ist grundsätzlich bedacht und agiert logisch, aber manchmal überschlagen sich ihre Gedanken derart, dass sie sich selbst kurz darauf zur Ordnung rufen muss. Der Krimi ist kurzweilig, spannend und gespickt mit allerlei italienischen Ausdrücken und Phrasen, die fast immer gleich auch in deutscher Entsprechung eingeflochten sind.

Sogar wie man “Carciofine” ausspricht, ist auf der Buchrückseite erklärt. Die 37 Kapitel sind großteils eher kurz und immer mit einem mehr oder weniger passenden Spruch überschrieben.

Samstag, 30. Juli 2022

Vermisst von Joseph Lemark

Dieses Buch habe ich vom Autor zur Rezension bekommen. Vielen Dank.

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Josef Vierziger, pensionierter österreichischer Polizist mit familiären Wurzeln in Apulien, zog es nach seiner Karriere im Staatsdienst in den Süden. Dort erfreut er sich an milderen Wintern und seinen Olivenbäumen. Er arbeitet an seinem Akzent und stellt sich der Einfachheit halber als Giuseppe Quaranta vor.

Und obwohl er einen ruhigen Alltag schätzt und wenige persönliche Kontakte pflegt, finden ihn regelmäßig spannende Fälle, die noch keine offiziellen polizeilichen Ermittlungen ausgelöst haben.

So auch dieses Mal. Avvocato Simoncini, ebenso pensioniert, gewissermaßen Vierzigers Nachbar und häufiger Profiteur von dessen Kochkünsten*, bittet ihn um Hilfe. Rosaria Maci, die Nichte eines Kollegen, sei spurlos verschwunden.

Donnerstag, 14. Juli 2022

Das wahre Motiv von Uta Seeburg

Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Rezension bekommen. Vielen Dank.

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Obwohl dieser Krimi im München des Jahres 1895 spielt, wirkt er nicht altmodisch. Natürlich ist es aus heutiger Sicht witzig, wenn Die Menschen noch Boten mit Depeschen schicken und dem einzigen Telefon im ganzen Wohnblock mit Argwohn begegnen. Aber dank der so sympathischen Hauptfigur und der leisen modernen Anklängen (auch was die Rolle der Frau betrifft), sind diese Details alle liebevoll und angenehm verpackt.

Unser Ermittler Wilhelm Freiherr von Gryszinski (nun, in diesem Band 2, Major) bekommt es mit einem Serientäter zu tun. Er und seine zwei Wachtmeister sind gerade dabei, modernere Tatortmethoden zu etablieren, was sich bei jedem Fall als außerordentlich wichtig erweist.

Sonntag, 3. Juli 2022

Das Haus der stummen Toten von Camilla Sten

Dieses Buch habe ich vom Verlag zur Rezension bekommen. Vielen Dank.

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Camilla Sten hat mit “Das Haus der stummen Toten” wieder einen Pageturner geschaffen. Ihr erstes Buch, “Das Dorf der toten Seelen” war ebenso einer. Es liegt vor allem am Grundthema der Bücher und ihrem Aufbau. Darin ähneln sich beide Thriller sehr. Abseits des grundlegenden Aufbaus und des Mechanismus sind die beiden Bücher komplett unabhängig voneinander.

Sten schafft eine ausweglose, gefährliche Situation für ein paar Protagonisten und lässt merkwürdige Begebenheiten passieren. Der Leser rätselt mit, was passiert (sein könnte). Das Ganze wird zumeist aus der Egoperspektive eines Charakters erzählt. Doch diese Abschnitte werden von Rückblenden unterbrochen.

Diese helfen einerseits beim Verständnis, aber sind natürlich auch oft an spannenden Momenten gesetzt.