Donnerstag, 26. November 2015

Verwesung von Simon Beckett

Heute gibt es wiedermal ein Buch aus dem Buchvorrat. Das sind nicht immer die neuesten, aber als Anregung zum Lesen dienen ja Rezensionen aller Art.

(c) hobbyrezensentin.blogspot.com
Die schwarz-weißen Cover der Beckett-Bücher gefielen mir schon immer, auch hier passt es gut. Seine Bücher brauchen keine Bilder und kein Blut, das Kreuz hat ja doch Bezug zur Geschichte und das reicht hier meiner Meinung nach vollkommen, um schon einmal äußerlich ein ansprechendes Buch zu sein.

Die Spannung zieht sich im Grunde sehr gut durch das Buch bis auf eine kleine Ausnahme. Der Teil zur Theorie über Verwesungsprozesse war für nicht so interessant und ein bisschen langatmig, aber das ist eben typisch Beckett. Außerdem unterstreicht dieser Teil den Titel. Immer wieder fällt auf, dass sich die Spannung zu den Enden der Kapitel steigert und man dort dann nicht wie gewohnt unterbrechen kann.


Leichter geht das mitten im Kapitel bei den größeren Absätzen. Rund nach der Hälfte des Buches hatte ich eine Vermutung, wer der Bösewicht ist. Das tat der Spannung aber keinen Abbruch, die Handlung bleibt trotzdem packend und man will wissen, was noch passiert. Man will wissen, ob man Recht hat und wie die Ermittler dann dahinterkommen.

Es gibt viele direkte Reden, Dialoge und weniger Erzähltext, was dem Leser noch stärker das Gefühl vermittelt, mittendrin zu sein. Ab und an entrinnt der Protagonist scheinbar ausweglosen Situationen. Ich finde aber, dass Thriller in solchen Punkten auch einmal sein dürfen. Wäre doch nicht so gut, Hunter sterben zu lassen, denn dann wäre ja auch die tolle Buchreihe zu Ende. Der Erzählstil gefällt mir sehr gut, nur eine Seite lang liest sich der Thriller anders. Derbe Ausdrücke und einzelne Sätze im Stil eines „Schundromans“, die irgendwie nicht zum restlichen Buch passen.
Die Person David Hunter war mir durch frühere Bücher dieser Reihe schon bekannt und sie hat auch in „Verwesung“ Wiedererkennungswert. Man entscheidet sich auch wegen ihm für dieses Buch, wenn man die anderen schon kennt. Man weiß, was man bekommt.

Besonders erwähnen muss man hier den Schluss des Buches. Es gehört nicht mehr zur Geschichte, aber trotzdem schließt Beckett mit einem Cliffhanger… Man weiß nicht, warum hier offen gelassen wurde, wer am Telefon ist. Da „Verwesung“ der bisher letzte Teil der Reihe um David Hunter ist, ist es ja noch möglich, dass diese Situation zu Beginn des nächsten Bandes (wenn es denn einen gibt) aufgelöst wird.


Zuletzt aktualisiert am 13.04.2018.

Kommentare:

Ich freue mich über jede Meinung :)
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