Sonntag, 15. April 2018

Das Eis von Laline Paull

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

(c) hobbyrezensentin.blogspot.com
Im Zweifel für den Angeklagten. Darauf hofft auch Sean Cawson, auch wenn es kein Strafprozess ist, sondern eine gerichtliche Untersuchung, der er sich gegenüber sieht. Und das alles nur, weil das Eis schmilzt.

Was sich zu Beginn - eine Leiche wird in der Arktis gefunden, weil ein Gletscher kalbt - wie ein Thriller liest, entwickelt sich zu einem tiefgehenden Roman, der ganz nebenbei noch den Umgang mit Rohstoffen und unserer Natur anspricht und teilweise anprangert.

Sean Cawson kannte den Toten, er war mit ihm gemeinsam unterwegs, als dieser nicht zurückkehrte. Drei Jahre ist das nun her und aktuell sieht sich der reiche und mächtige Brite mit einer Untersuchung konfrontiert, die klären soll, ob er Mitschuld am Tod im Eis seines Gefährten hatte.

Freitag, 13. April 2018

Glaube Liebe Tod von Peter Gallert und Jörg Reiter

Hier zwischendurch schnell ein etwas älteres Buch aus meinem Vorrat. Da ich den aktuellen zweiten Band aus der Reihe gewonnen hatte, wollte ich davor noch mit Band eins starten. Es hat sich gelohnt.

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Dieser Krimi, der im Ruhrgebiet spielt, lässt sich in rasendem Tempo lesen. Schneller ist nur Martin Bauer, der “Polizeipfarrer”, wenn er auf dem Weg zu einem Jugendlichen ist, der seine Hilfe braucht.

Der Titel des Kriminalromans fasst einiges schon sehr gut zusammen, auch wenn die Handlung natürlich etwas komplexer ist. Mit dem Tod fängt alles an. Als ein Polizist in den Tod springt, hat Bauer das Gefühl, dass er es verhindern hätte können und macht sich Vorwürfe. Als er im dem Fall, der offiziell ein Suizid ist, weiterermittelt (was er natürlich gar nicht dürfte), kommen zahlreiche Puzzleteile ans Licht, die seinen Glauben stark erschüttern.

Mittwoch, 11. April 2018

Höllenjazz in New Orleans von Ray Celestin

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Auf 495 starken Seiten nimmt Ray Celestin den Leser mit in die wilde Zeit der Südstaaten, als Jazzmusik von Weißen kritisch beäugt wurde und die Prohibition knapp bevorstand. Farbenfrohe Beschreibungen der großteils bescheidenen Lebensumstände vieler wechseln sich mit melancholischen Momenten ab.

Der Roman, Krimi, ist so umfangreich, dass man neben der Mordermittlung noch vieles über Musik, Stadtentwicklung, Gefängnisse, Prostitution, Korruption und Rassenkonflikte lernt. Viele passend gewählte Begriffe aus der Zeit um 1919 machen das Buch ebenso authentisch wie seine zahlreichen und einzigartigen Protagonisten. Um den Überblick nicht zu verlieren, gibt es vorne im Buch ein Personenregister und hinten noch ein Glossar.

Montag, 9. April 2018

Krokodilwächter von Katrine Engberg

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Dieses so schlichte und doch sensationell tolle Cover umschließt einen Krimi, der sich von der Masse etwas abhebt. Aber Achtung! Den Umschlag bitte nur von vorne betrachten, denn der Text auf der Hinterseite bremst das Lesevergnügen leider enorm. Er verrät so viel, dass man die wunderbar geschriebene und durchdachte Einleitung in die Geschichte, die ersten rund 70 Seiten, gar nicht mehr genießen und nägelkauend mitraten kann.

Wer dies beherzigt, bekommt einen rundum spannenden Kopenhagenkrimi geboten, der sich mal in die eine, dann in die andere Richtung entwickelt und dessen Fäden am Ende doch nicht so zusammenlaufen wie man es sich zusammenreimt. Nicht komplett anders, dennoch gibt es überraschende Details. Der Fall, in dem Jeppe Kørner und Annette Werner ermitteln, ist gut aufgebaut, wohl durchdacht und in sich stimmig. 

Samstag, 7. April 2018

Nachtwild von Gin Phillips

Dieses Buch habe ich auf vorablesen.de gewonnen.

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Spätestens nach der Geburt eines Kindes aktiviert sich ein gewisser Mutterinstinkt, so viel weiß fast jeder. Unter normale Umständen ist dieser auch so stark, dass die Mutter sich um das Baby kümmert, egal was vorher passiert ist oder noch passieren wird. Sie wird es beschützen, mit ihrem Leben verteidigen.

Das sagt sich leicht und liest sich auch gut. Doch welche Ausmaße Mutterliebe annehmen kann und muss, zeigt sich in Ausnahmesituationen am stärksten. Joan, Mutter von Lincoln, der bald zu schwer sein wird, um getragen zu werden, sieht sich mit so einer Situation konfrontiert.

Mit einer Intensität, die unter die Haut geht, lässt Gin Phillips den Leser miterleben, wie Joan nicht nur für sich lebenswichtige Entscheidungen treffen muss, sondern dabei auch ihr Kind berücksichtigt.