Montag, 13. Juni 2016

Der Kanzlerkandidat von Julian Skupin

Dieses E-Book habe ich über www.rezi-suche.de bekommen.


Buchcover
Quelle: www.amazon.de
In diesen Thriller, den ich mir gut als Film vorstellen kann, packt Julian Skupin sehr viel hinein: zeitgemäße Politikkritik, das heikle Thema Homöopathie, Macht und der Missbrauch dieser, versteckte Konten und Geldverschiebung sowie Menschen, die trotz allem noch ans Gute glauben und alles tun, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Die Handlung spielt in Hannover und Berlin, kurze Zeit vor einer Kanzlerwahl. Durch verschiedene seltsame Begebenheiten in seinem Krankenhaus stößt der Arzt Prof. Azad Behrangi auf diverse Seilschaften und er sieht einen Zusammenhang zum möglichen Ausgang der Wahl. Doch bevor er seine Vermutungen seinem Freund, einem Journalisten, erzählen kann, stirbt er. Offiziell an Herzproblemen. Besagter Journalist, Max Weber, begibt sich fortan auf eine mitreißende, gefährliche Jagd durch Hannover auf der Suche nach Beweisen für seine grausigen Vermutungen und sieht dabei nicht nur ein Mal ein Krankenhaus von innen.
In den kurzen Abschnitten, die sich großteils innerhalb einer einzigen Woche abspielen, schickt der Autor den Leser an Webers Seite durch die Straßen Hannovers und schreckt nicht vor zahlreichen Blech- aber auch Kollateralschäden zurück. Doch Weber und seine Unterstützer, die er nach und nach von seiner Mission überzeugen kann, geben nicht auf, den Sumpf rund um einen Kanzlerkandidaten trockenzulegen. Auch wenn das Buch nach dem sehr interessanten Beginn eine kleine „Verschnaufpause“ einlegt, wird es spätestens ab dann, als Weber richtig ermittelt, absolut fesselnd und zum Pageturner. Das Ende lässt den Leser ein wenig nachdenklich zurück. Weder ist es das absolute Happy-End, noch kommen die Verbrecher einfach so davon. Man spürt geradezu, dass es hier alternative Enden geben könnte und wo der entscheidende Punkt ist, an dem die Geschichte „abbiegt“. Auch wenn mich eine alternative Version des Buches interessieren würde: Hier zeigt sich einfach, dass voller Einsatz auch einmal seine Opfer fordert.

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