Samstag, 30. Juni 2018

Der einsame Bote von Gard Sveen

Dieses Buch habe ich mir auf vorablesen.de für Punkte gesichert.

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Klassisch Gard Sveen könnte man sagen. “Der einsame Bote” mit Hauptdarsteller Tommy Bergmann hält was er verspricht und was die vorangegangenen Bände versprochen haben. Die Reihe ist auch wirklich als solche zu bezeichnen, weil nur wenig neue Charaktere auftreten und diese eher als Randnotiz. Der harte Kern von Ermittlern und Tätern bleibt konstant und jeder der nicht tot ist, ist auch wieder in der Geschichte aktiv.

Jeder der nicht tot ist? So ganz klären lässt sich dieser Sachverhalt hier nicht. Tommy jagt wie immer seinen ganz persönlichen Phantomen hinterher, egal ob diese (offiziell) tot oder lebendig sind. Für den Leser, der mehrere Bücher der Reihe kennt (vor 2018 erschienen: “Der letzte Pilger” und “Teufelskälte”) ist es ein interessantes Wiedersehen mit all den fein gestalteten Charakteren, so streitbar oder unberechenbar sie auch sind.

Donnerstag, 28. Juni 2018

Sommer mit Aussicht von Lena Wolf

Dieses Buch habe ich auf buch-boutique.de gewonnen.

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Dieser klassische Sommer-Frauen-Roman verspricht neben Romantikgeplänkel doch einiges an Konflikten und interessanten Enthüllungen, was mich daran gereizt hat.

Schon die Ausgangslage ist witzig: Luisa, Karrierefrau und fast geschieden, hat mit mitte 30 die Gelegenheit, ihre leibliche Mutter Regina kennenzulernen. Doch nicht nur das stresst die Frankfurterin, haben sich doch Elisabeth, ihre Adoptivmutter, und ihr fast Ex-Mann Stefan, dazu entschlossen, sie zu begleiten - nach Südfrankreich. Dort betreibt Regina mit ihrem Mann eine Pension, in der die drei während ihres Urlaubs und Kennenlernens wohnen werden.

Die lange Autofahrt inklusive Übernachtung birgt schon von Beginn des Romans an Potential für jede Menge witzige wie unangenehme Szenen, die jeder Leser wohl teilweise schon selbst erlebt hat.

Dienstag, 26. Juni 2018

Sizilianisches Verderben von Ann Baiano

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal bekommen.

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Da ich schon die beiden ersten Krimis um Journalist Luca Santangelo genossen habe, musste ich mir auch hier wieder ein Exemplar organisieren. Luca ist ein Charakter direkt aus dem Leben, mit verständlichen Schwächen (Familie und Freunde sowie Spaghetti und Weißwein) und richtig dosierten Stärken. Er ist aufmerksam und hartnäckig, meist an den richtigen Stellen, kann aber auch zurückstecken und macht Pläne für die Zukunft. Dennoch ist er kein heimlicher “Superman”, was angenehm rüberkommt.

In “Sizilianisches Verderben” stolpert er mehr oder weniger durch Zufall in seltsame Ereignisse rund um das Kloster der Santa Caterina von Alessandria in Palermo. So entspannt und genussvoll man durch die Romane von Ann Baiano ansonsten auch die Insel Sizilien erleben kann, umso mörderischer wird sie, wenn Luca auf der Bildfläche erscheint.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Der Pflegefall von Olivia Monti

Dieses Buch wurde mir von der Autorin über rezi-suche.de vermittelt. Vielen Dank!

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Wer lügt? Dieser Krimi ist ein vielschichtiges Psychogramm der wenigen handelnden Personen. Zu Beginn wirkt die Geschichte gar nicht so krimilastig, als Anna Zerbst sich an ihren ersten Tag bei Herrn Brunt erinnert. Sie ist “notgedrungene” Pflegerin, nimmt solche privaten Stellen an, um nicht arbeitslos zu sein. Der alte Herr ist körperlich schwach, geistig aber umso stärker, wie sie herausfinden wird.

Zu den mühseligen Aufgaben, die sie aber gut meistert, kommen Schritt für Schritt bestimmte Eindrücke, Geschichten und Momente hinzu, die Anna an der Fassade ihres Dienstgebers zweifeln lassen. Ist er einfach der alte Mann, der von ihr und vom Haushälterehepaar Schmitts gerade so ausgehalten wird?

Montag, 18. Juni 2018

Blue Note Girl von Bernd Richard Knospe

Dieses Buch habe ich auf lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

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Die Krimigeschehnisse rund um eine verschwundene Hamburger Sängerin werden hier von den behutsam und detailreich ausgearbeiteten Charakteren ein wenig in den Schatten gestellt.

Die Story des zum unfreiwilligen Ermittler werdenden Journalisten (Eric Teubner) der auf ehemalige Ermittler und Wegbegleiter der Sängerin trifft, ist klassisch aufgebaut, kann aber immer wieder mit Wendungen aufwarten. Teubner sticht unabsichtlich in ein überraschend großes Wespennest und die in Gang gesetzten Ereignisse reißen ihn mit und wirbeln sein Dasein kräftig durcheinander.

Die Stars sind aber die handelnden Personen und die Momente, wo im scheinbaren Plauderton während der vielen Gespräche, die Teubner gekonnt führt, viele menschliche Schichten und auch Abgründe aufgedeckt werden.