Montag, 28. Dezember 2015

Das dunkle Haus am See von Sarah Smith

Heute gibt es wiedermal ein Buch aus dem Buchvorrat. Das sind nicht immer die neuesten, aber als Anregung zum Lesen dienen ja Rezensionen aller Art.

Quelle: www.lesejury.de
Inhalt: Ein Mord, ein verschwundenes Kind und eine Erbschaft, die niemand antreten darf. Was geschah wirklich im Haus der angesehenen Bostoner Familie Knight? Boston um die Jahrhundertwende: Man erinnert sich noch schaudernd der Tragödie, die sich vor zwanzig Jahren ereignete. Damals wurde der reiche Fabrikant William Knight brutal ermordet, sein achtjähriger Enkel, der Erbe seines immensen Vermögens, verschwand spurlos. Jetzt wird der österreichische Adlige und Wissenschaftler Alexander von Reisden, der zu einer Konferenz nach Boston gereist ist, für den verschollenen Erben gehalten, obwohl er das Gegenteil beteuert. Er muß feststellen, daß er, der bisher keine Erinnerungen an seine Kindheit hatte, vieles über das Bostoner Haus, die Familie und das, was vor zwanzig Jahren geschah, weiß.

Meinung: Dieses Buch ist ganz anders als herkömmliche Krimis oder geheimnisvolle Familiengeschichten. Es gibt einen blutigen Hintergrund, ein Kind verschwindet und taucht möglicherweise als Erwachsener auf einem anderen Kontinent wieder auf. Doch das ist nicht alles. Erschwerend sind die Umstände: Die Geschichte spielt um das Jahr 1900, was heutzutage manche Handlungen nicht nachvollziehbar macht. Aber damals waren eben noch viele Dinge anders, vor allem was die Frauen sowie Beziehungen betraf. Die Hauptfigur, Alexander von Reisden, erfährt durch eine zufällige Begegnung und das Nachhaken bei einem Freund, dass er einem Buben ähnlich sehe, der vor zwei Jahrzehnten in Amerika verschwand. Seine Neugier und sein Beruf als Wissenschafter lassen ihn dorthin fahren und gemeinsam mit den Vermögensverwaltern der Familie mischt er sich in deren Alltag ein. Er will einfach nur herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, doch Teile der Familie sehen in ihm den heimgekehrten Jungen.
Die Autorin unterstützt die schwrierigen Umstände der damaligen Zeit und die mühsame Aufklärung des Verbrechens mit ihrer Art zu schreiben und macht die Abläufe und die Taten der Protagonisten somit realistischer. Auch wenn dies bedeutet, dass es für uns Leser heute manchmal schwieriger zu verstehen ist, hat sie dennoch gut recherchiert und viel Arbeit hineingesteckt, was man beim Lesen durchaus merkt. Ein paar Stellen sind etwas in die Länge gezogen und leider wird zu Ende nur ein Teil der Wirrungen aufgelöst, das bringt einen Stern Abzug. Aber das kann auch einfach so gelöst sein, weil die ganze Wahrheit für die Beteiligten zu viel gewesen wäre, die Menschen von damals wäre vielleicht wirklich mit dem Ende, wie es sich jetzt darstellt, zufrieden gewesen. Außerdem endet die Liebesgeschichte auch so, wie es sich die meisten wohl wünschen (also fast zu gut für die damalige Zeit) - was will man mehr?

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