Sonntag, 31. Januar 2016

Die Gedankenwenderin von Kenechi Udogu

Dieses E-Book bekam ich über www.rezi-suche.de vermittelt.

Buchcover
Quelle: amazon.de
Inhalt: Für Gemma Green hätte das erste Mal ein Kinderspiel sein sollen: Finde deine Zielperson, blicke ihnen tief in die Augen und pushe einen Gedanken in ihren Kopf, um sie vor zukünftigen Katastrophen zu bewahren – Gedankenwendung vollbracht! Ein ziemlich einfacher Prozess, wenn man bedenkt, dass die Zielperson später keine Erinnerung an die Erfahrung haben sollte. Aber Russel Tanner scheint nicht vergessen zu wollen. Im Gegenteil, je mehr sie ihm aus dem Weg geht, desto mehr drängt er darauf sie näher kennenzulernen. Gemma weiß, dass sie in Schwierigkeiten ist, aber hat sie es mit den Nebenwirkungen einer schiefgegangenen Gedankenwendung zu tun oder hat sich der Tennis-Champion der Schule wirklich in sie verliebt?
Ich lese zwar selten Fantasy-Romane und auch wenig Jugendbücher (oder Young & Adult), doch dieses hier hat mir gut gefallen. Die Autorin beschreibt eindringlich all die Gefühle, die den Hauptpersonen so durch den Kopf gehen und die auch einen großen Teil der Handlung ausmachen, sie auch leiten. Obwohl es keine Gedankenwender gibt (zumindest, soweit wir wissen), lesen sich die Erlebnisse von Gemma und ihren Vater zuerst sehr angenehm und realistisch. Sie leben ein beschauliches Leben, abgesehen davon, dass sie alle vier Jahre umziehen müssen. Laut Gemmas Vater ist das bei Gedankenwendern normal, was es damit wirklich auf sich hat, erfährt die Teenagerin erst ab der Hälfte des E-Books. Dann nimmt die Handlung richtig Fahrt auf und die Welt der Gedankenwender wird dem Leser einerseits näher gebracht, andererseits werden auch Fragen aufgeworfen. Hier merkt man schon, dass dieses Buch der Beginn einer Reihe ist, deren zweiten Teil, „Sentient“ es bisher nur auf Englisch gibt.
Dass noch mehr hinter Gemmas Leben und Fähigkeiten steckt, ahnt der Leser auch bald, als die mysteriösen Übertragungen auf ihren Schützling beginnen. Je mehr Information man über das wahre Leben der Greens und vor allem das des Vaters bekommt, desto mehr Gemma über sich erfährt, desto stärker offenbaren sich die Kräfte, die sie schon all die Jahre in sich trägt und die weit über das hinausgehen, was in der Szene der Gedankenwender einerseits bekannt und andererseits akzeptiert wird. Für Gemma, ihren Vater und auch Russell wird es gefährlich…
Das Ende ist gut gewählt und leitet schön auf die Fortsetzung über. Hoffentlich gibt es sie auch bald auf Deutsch, um noch mehr Leser zu begeistern.
Ein wenig Längen gab es bei dem anfänglichen Hin und Her von Gemma und Russel und die Übersetzung birgt neben ein paar Tippfehler einige Probleme mit der richtigen Zeit.

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