Sonntag, 24. Januar 2016

Fast die ganze Wahrheit von Elke Weigel

Dieses E-Book habe ich über www.lovelybooks.de für eine Leserunde gewonnen.

Quelle: lovelybooks.de
Inhalt: „Ich will nicht über Exbeziehungen, Dramen oder Kindheitsgeschichten reden.“ "Warum willst du die Vergangenheit aussparen?" "Es ist besser so, glaub mir." ... Die Schwestern Linda und Ruth leben in einer abgelegenen Burgruine mitten im Wald. Eine scheinbare Idylle, bis Sebastian auftaucht und sich in Linda verliebt. Nichts ist, wie es zunächst erscheint. Je näher sich die beiden kommen, umso gefährlicher wird, was sie voreinander verbergen. Ein Roman um ein spannendes Familiengeheimnis und eine besondere Liebe.

„Thriller“ steht auf dem Cover dieses Buches. Und auch wenn Thriller nicht gleich Thriller ist, gibt es doch gewisse Kennzeichen für einen solchen.
Hier hat sich die Autorin leider zwischen (leidenschaftlicher) Liebesgeschichte, mühsamer bis unmöglicher Vergangenheitsbewältigung
der Akteure und mordlustiger Jägerschaft verstrickt und keinen gerade Weg herausgefunden.
Einzelne Teile, wie der Prolog, der den Leser erfolgreich in die Geschichte hineinzieht, sind gut gelungen und in sich stimmig und glaubwürdig. Leider passen einige dieser Teile nicht so recht ins Gesamtbild, die ganze Geschichte.
Diese handelt von Linda und ihrer Schwester Ruth. Linda, die sensible, leidet unter ihrer Vergangenheit, die sich um den schrecklichen Tod ihres Vaters rankt. Ruth bemuttert und bevormundet sie, auch sie will nicht an den Ereignissen rühren, scheint aber mehr darüber zu wissen. In all dies hinein stolpert Sebastian, der sich Linda annähert und erst langsam zu verstehen beginnt, warum die Vergangenheit so konsequent ausgeklammert wird. Nichts ist wie es scheint und es  scheint hier auch vieles nichts zu sein. Die Handlung plätschert dahin, unterbrochen von einer grausigen Treibjagd, plätschert weiter und gipfelt in einer motorgestützten Verfolgungsjagd á la James Bond, die nun mehr „Action“ als „Thriller“ ist.
Mit Sebastians Hilfe kommt Linda dem Geheimnis aus ihrer Vergangenheit zwar immer näher (und auch ein Mörder bekommt seine gerechte Strafe), dennoch ist vieles zu vorhersehbar, zu viel bleibt offen und man merkt beim Lesen deutlich den Gedankenfluss des Autorin, die viele Ideen hatte und sie auch alle unterbringen möchte. Auch lässt sich zu den Protagonisten schwer eine Beziehung aufbauen, keiner der Charaktere ist wirklich sympathisch, dafür sind sie viel zu eigen.
Weniger wäre mehr gewesen,  auch bei den Fehlern. Je länger die Geschichte dauert, umso deutlicher werden sie und dass am Ende des Buches Namen zu Korrektorat und Lektorat genannt werden, mutet seltsam an.

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