Mittwoch, 13. Januar 2016

Todbringende Kunst von Daniela Frenken

Dieses E-Book ist auch von einer Leserunde auf www.lovelybooks.de. Die Leseprobe gibt es hier.

Quelle: www.amazon.de
Inhalt: Als die junge Künstlerin Marie mit ihrer Tochter in das kleine Häuschen am Waldrand zieht, ist sie begeistert. Ruhe und Abgeschiedenheit sind genau das Richtige, um ein neues Leben zu beginnen. Auch als Marie erfährt, dass im Wald vor ihrer Tür einige Jahre zuvor grausame Verbrechen verübt wurden, schreckt sie das nicht ab. Vielmehr verarbeitet sie die düsteren Geschehnisse in ihren Bildern, die sogar die Kritiker begeistern. Doch nicht allen gefallen Maries Bilder und nach und nach weicht Maries Euphorie einer großen Besorgnis. Immer öfter passieren merkwürdige Vorfälle. Marie fühlt sich beobachtet, bekommt nächtliche Anrufe und ihr Haus wird verwüstet. Alles scheint mit den Verbrechen im Wald zusammenzuhängen und ihr verbitterter Nachbar Jan scheint mehr zu wissen, als er zugeben will. Marie ist entschlossen, sich nicht aus ihrem neuen Leben vertreiben zu lassen und trotzt selbst ersten Toten und Verletzten.
Doch was für einen Fehler sie damit begeht erkennt sie erst, als ihre kleine Tochter Hannah vom bösen Wolf im Wald erzählt und schließlich verschwindet.

Rezension: Ein Wald, ein Kult, eine empfindliche Dorfgemeinschaft und ein düsteres Familiengeheimnis: aus einfachen Zutaten kreiert die Autorin eine Geschichte mit ganz unterschiedlichen Protagonisten, die in der zweiten Hälfte rasant an Fahrt aufnimmt und mit einem unerwarteten Dreh aufwarten kann.
Wer sich durch die Längen und leichten Ungereimtheiten im ersten Teil tapfer durchkämpft und ob der, vorsichtig formuliert, schwierigen Hauptperson Marie, noch keine Kopfschmerzen vom ständigen Schütteln desselben bekommen hat, wird belohnt. Aus einer naiv-anstrengenden Marie, die auf die Geschichte teilweise abfärbt, entwickelt sich eine junge Frau, die, gerade weil sie sich ändert, um ihr Leben und das ihrer Tochter kämpfen muss.
Langsam und mit vielen Seitenblicken auf das Leben im Dorf, den Beziehungen der Bewohner untereinander und wie sie Marie und ihrer Malerei gegenüberstehen, baut sich die Spannung auf. Als sie sich entlädt, werden einige alte Begebenheiten, aber auch aktuelle Mordfälle geklärt und einige falsche Fährten enttarnt.
Auch wenn die Hauptperson nicht durchgehend authentisch handelt, ist gerade dann die Umgebung immer realistisch gehalten: Die Reaktionen der eingeschworenen Bewohner auf die neu hinzugezogene Marie, die Hilfsbereitschaft einer Familie, die genauso abgelegen wohnt wie sie selbst, ihre Tochter, die sich ohne Freundinnen und Spielzeug entsetzlich langweilt und die überperfekte und alles kontrollierende Mutter, die natürlich dagegen ist, dass Marie ihr Leben endlich selbst in die Hand nimmt.
Das Cover erweckt auf großartige Weise eines der zentralen Elemente der Handlung zum Leben und unterstricht die Gefahr, die sich stetig weiterentwickelt.

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